Reviews - Pressestimmen (Auswahl)

Elementar-Zauber – Fotografien von Vera Botterbusch
Christian Aigner, mĂŒnchen-tv, 7. Dezember 2011:
“Erstmals lĂ€sst die MĂŒnchner KĂŒnstlerin Vera Botterbusch so umfangreich in ihr fotografisches Werk einblicken.
Magische Bilder, die sich mit den vier Elementen beschÀftigen, aber nicht die Wirklichkeit abbilden wollen.
Der Betrachter wird buchstĂ€blich in einen elementaren Zauber getaucht. Rund 80 Bilder zeigen eine KĂŒnstlerin, die mit dem Fotoapparat mehr malt als reproduziert.”

Lieben oder Sterben, PrĂ€ludien und NachtstĂŒcke einer Beziehung, George Sand und FrĂ©dĂ©ric Chopin
Janina Janka im MĂŒnchner Merkur, 27. Januar 2010:
“EinfĂŒhlsame Zeitreise”
“... einen besonders gelungenen Abend erlebten Liebhaber des Komponisten in der Pasinger Fabrik.
Vor einem nahezu ausverkauften Haus prĂ€sentierten die Autorin Vera Botterbusch und die Pianistin Laura Konjetzky eine literarisch-musikalische Zeitreise ... , einfĂŒhlsam und mit Tiefgang umgesetzt. ...
In ihrer musikalischen Lesung ließen die KĂŒnstlerinnen Botterbusch und Konjetzky die Empfindungen der beiden gegensĂ€tzlichen Charaktere lebhaft werden und stimmig in Wort und Ton zusammenschmelzen. Sanft nahmen die beiden ihr Publikum an der Hand und tauchten ein in das Leben des introvertierten Chopin und der exzentrischen George Sand ...
Botterbusch gelang es, mit einer prĂ€gnanten Auswahl der Werke Sands ein einfĂŒhlsames PortrĂ€t der beiden KĂŒnstler zu entwerfen. Überzeugend auch das Klavierspiel der am Salzburger Mozarteum ausgebildeten Konjetzky ... Die “RegentropfenprĂ©lude”, die Chopin auf Mallorca schrieb, fehlte so wenig, wie der bekannte “Minutenwalzer”. Beim Publikum kam die Zeitreise durch das Leben und Werk Chopins und Sands gut an: langer Applaus und fĂŒnf “VorhĂ€nge” am Schluss.”

"SchrÀg im Nichts", Der Dichter Wolfgang BÀchler
Andrea Badelt in Landsberger Tagblatt, 24. 11. 08:
Das Ich: "Ein Schatten im Schatten", Kunstraum Schwifting, Vera Botterbusch zeigte ihr FilmportrĂ€t "SchrĂ€g im Nichts" ĂŒber den Dichter Wolfgang BĂ€chler
" ...  Die NĂ€he zu diesem empfindsamen, zurĂŒckgezogenen und kranken Menschen zaubert die MĂŒnchner Autorin und Filmemacherin mit "SchrĂ€g im Nichts" (BR, 1996) auf die Leinwand. Still und mit wenigen Stilmitteln agiert der Film und schafft damit einen Raum, der nur dem Dichter und den Worten, seiner geschriebenen Kunst, der Lyrik gehört. ... Der Film ... ist eine Literatur- und Zeitreise durch ein einsames Leben, eine feinfĂŒhlige Hommage, ein bleibendes Monument fĂŒr den stillen Poeten mit den so ausdrucksstarken Wortbildern.

Die lange Rede die ich bin, Der Dichter Louis Aragon
Ulrike Reschke in Landsberger Tagblatt, 10. 3. 2008:
Louis Aragon: PortrĂ€t eines Lebenswerks - Vera Botterbuschs Filme funktionieren ĂŒber Emotionen
"... Louis Aragon ... im Kunstraum Schwifting ... wenn auch die wenigsten das Werk des 1982 verstorbenen Franzosen kannten, so zeigte die lebhafte Diskussion im Anschluß an die FilmvorfĂŒhrung, dass es Vera Botterbusch gelungen ist, die Menschen emotional zu berĂŒhren."

Intermezzo im Hofgarten, Nymphenburger Park, Schleißheimer Schloßpark
Anne Göbel, SĂŒddeutsche Zeitung 16. 7. 2007
So schön ist MĂŒnchen
"Der Hofgarten als barocke Oase ... Melancholische StreifzĂŒge durch den Nymphenburger Park, Schloss Schleißheim als perfekt inszenierte höfische Prunksucht. MĂŒnchen, ein Ort von schier unwirklicher Schönheit: So zeigt Vera Botterbusch ("Meine Heimat ist die Imagination") in drei Filmen ("Filmfantasien") ihre Stadt, es sind Hommagen an besondere PlĂ€tze, Stimmungen ... "Bilder verrĂŒcken, neue ZusammenhĂ€nge herstellen", so beschreibt Vera Botterbusch ihre Arbeit als Regisseurin und Autorin ..."

Vision und Traum - Das CuvilliĂ©s-Theater in MĂŒnchen
Melanie Brandl im MĂŒnchner Merkur, 30. 10. 2005
"...Es hat mich fasziniert, den Geist, die Seele des CuvilliĂ©es-Theaters in Bilder zu fassen", so die Filmemacherin. TatsĂ€chlich ist ihr genau das gelungen. Mit dem Auge der Kamera fĂ€ngt Botterbusch all die winzigen, verspielten Details der Ornamente des ĂŒppig verzierten Zuschauerraums ein, erklĂ€rt die Bedeutungen der Symbole, Figuren und Gesichter, die so mancher TheatergĂ€nger sicher oft bewundert, aber wohl kaum eingehender betrachtet hat. ... So ist es konsequent, dass Botterbusch nicht nur die Geschichte dieses ĂŒber 250 Jahre alten Theaters in Zeichnungen, Bildern, nachgestellten Tanz- und Festszenen und schließlich alten Filmaufnahmen Revue passieren lĂ€sst. Parallel dazu kommen die KĂŒnstler selbst zu Wort: Juliane Köhler schwĂ€rmt von der Inspiration, die sie in diesem Raum erfĂ€hrt, Regisseur und Staatstheater-Intendant Dieter Dorn begeistert sich fĂŒr den Kontrast zwischen der Ästhetik des barocken Zuschauerraums und der Inszenierung moderner StĂŒcke auf der BĂŒhne, und KammersĂ€ngerin Hertha Töpper erinnert sich an die Wiedereröffnung des CuvilliĂ©es-Theaters im Jahr 1958, nachdem es im Zweiten Weltkrieg fast komplett zerstört worden war. ... Eine liebevolle Hommage an diesen Saal."

Adalbert Stifter, Der Hochwald, EIN WORT-KLANG-PROJEKT
Edith Rabenstein in der Passauer Neuen Presse, 14. 7. 2005
“... Die Regisseurin, Autorin und Filmemacherin, die seit 1972 fĂŒr das Bayerische Fernsehen arbeitet, ist durch zahlreiche einfĂŒhlsame FilmportrĂ€ts ĂŒber Schriftsteller und Musiker bekannt geworden. „Meine Idee ist, den Text Stifters mit seinen wundervollen Naturbeschreibungen in improvisierte Musik der Gegenwart quasi zu ĂŒbersetzen. Wir fĂŒhren also die inhaltliche Ebene des Textes weiter. Die Musik ist keine Illustration, sondern soll die SeelenzustĂ€nde insbesondere der beiden jungen MĂ€dchen zeigen. ... Es ist die doppelte Ebene in all seinen Texten. Die Wirklichkeit hat zwei Gesichter. Das Leben ist auch ein Traum, die Liebe ist gleichzeitig der Abschied und die Hoffnung birgt die Katastrophe in sich.“ 

Lieben oder Sterben, PrĂ€ludien und NachtstĂŒcke einer Beziehung, George Sand und FrĂ©dĂ©ric Chopin
Julika Honikel in der Passauer Neuen Presse 2. 5. 2005
Wechselbad der GefĂŒhle in ausdrucksvoller Darstellung
" FrĂ©dĂ©ric Chopin hĂ€tte die Inszenierung von Vera Botterbusch und Laura Konjetzky im Scharfrichterhaus gefallen. Ihre Collage "Lieben oder Sterben" dokumentierte Chopins Beziehung zu George Sand als Wechselbad der GefĂŒhle, Sprache und Musik verschmolzen zu romantischer Poesie und entdeckten dabei einen neuen Horizont der subjektiven Empfindsamkeit. ... SorgfĂ€ltig entwickelten die am Salzburger Mozarteum ausgebildete Pianistin und die Autorin und Regisseurin von Dokumentarfilmen eine Romanze zwischen den Gattungen: Mal dominierte das Klavier, mal flĂŒsterte es nur noch, um die Stimme nicht zu ĂŒbertönen. Dann verstummte es ganz, so dass die Worte allein Metaphern erzĂ€hlten. ... Authentisch verkörperte Botterbusch ihre Rolle als Botschafterin von George Sands Empfindungen."

Der bayerische Spessart
Schweinfurter Extrablatt, Oktober 2004
"... Der Film von Vera Botterbusch bietet eine filmische Entdeckungsreise, die einen Bogen von den lichten WĂ€ldern bis zu den leuchtenden FlusslĂ€ufen, von den heimatverbundenen Menschen bis zu weltweit bekannten KĂŒnstlern spannt. Jedes Kind kennt es – „Das Wirtshaus im Spessart“, in dem Wilhelm Hauff jenen magischen, mit hohen Eichen und Buchen bewachsenen „Spechtswald“ beschreibt, der RĂ€ubergeschichten und Burgromantik birgt. Und wenn man heute durch diese stille Landschaft geht, diesen unermesslichen Wald im deutschen Mittelgebirge, findet man immer noch dunkle Ecken, wo das „Hauff-GefĂŒhl“ wieder erweckt wird."

Die Poesie der kleinen Dinge
InĂšs Berber in der SĂŒddeutschen Zeitung (MĂŒnchner Kultur) , 24. Juni 2003
"Ein Leben ohne Inspiration - das wĂ€re ein Leben, das Vera Botterbusch schlichtweg nicht leben könnte! ... Wie ein roter Faden ziehen sich phantastische Lichtreflektionen  durch die Botterbusch-Filme, ein Effekt, den sie nur durch genaue und stundenlange Beobachtungen der Natur erreichen kann. Und so geschieht, dass ihre Filme die "Poesie der kleinen Dinge" in den Mittelpunkt heben."

Wole Soyinka, Eine Kindheit in Nigeria
Reiner BrĂŒckner in DIE WELT Sa, 13. Mai 2000
 Wole Soyinka, Eine Kindheit in Nigeria
"... Was Wole Soyinka erinnernd heraufbeschwört, holt die Kamera mit großer Lust auf Feste und Rituale in die Gegenwart. Da werden Ahnenkulte und Voodoo-Mythen lebendig, Initiationsriten und Unterwerfungszeremonien, spiritueller Schamanismus und eine geheimnisvolle Geisterwelt. Der Dichter bewegt sich in diesem Kosmos mit der grĂ¶ĂŸten SelbstverstĂ€ndlichkeit. ...Vera Botterbusch stellt sich ohne Eitelkeit in den Dienst dieses inspirierten ErzĂ€hlers und so entsteht jede Menge Spannung und AuthentizitĂ€t."

Die Malerstraße durch die SĂ€chsische Schweiz
Anne Rose Katz in SĂŒddeutsche Zeitung, 22. 10. 1993
Natur als Seelenlandschaft
"Die Dresdner Maler, Carus und Caspar David Friedrich, die berĂŒhmtesten, zogen vor rund 200 Jahren ins Elbsandsteingebirge. ... 'In diesem Landschaftsbild fallen Illusion und Wirklichkeit in eins', sagt die Filmemacherin. ... AufklĂ€rung ist reizvoll, eine gesellschaftliche Aufgabe. Darum blieb Botterbusch auch nicht im Ă€sthetischen Ansatz stecken, bei Aquarellen, Klarinettenmusik und Schmuseversen. Sie reißt uns immer wieder das Glas von den Lippen, den Ohrwurm vom Trommelfell. Förster stellt sie uns vor und sĂ€chsische NaturschĂŒtzer ... Wir werden Zeugen vom Raubbau an Sandstein und Granit. Wir erfahren von einer Autobahn, von cleveren Investoren. Kein Lamento, sondern sachliche Argumentation ... Oh, könnten Sie doch aus unseren Fehlern lernen. Auch durch einen solchen Film."

BĂ€ume im Weg, Was wird aus den ostdeutschen Alleen
Wilfried Geldner in SĂŒddeutsche Zeitung, 16./17. April 1992
Die ungewisse Zukunft der schattigen Dome
“
... Noch gibt es, wie Vera Botterbuschs Erkundungen in Brandenburg, Mecklenburg und auf der Insel RĂŒgen zeigen, die schattigen Dome, durch die das Sonnenlicht blitzt, die augenberuhigenden Perspektiven, das menschliche Rauschen der BlĂ€tter und die darĂŒber hinziehenden Wolkenfelder. ... Als hĂ€tten sie das drohende Schicksal der BĂ€ume geahnt, haben die Dichter sie verherrlicht und sich mit ihnen identifiziert. Mögen die alten Verse, so ist mit der Autorin zu hoffen, wenigstens ebensoviel erreichen wie ein Beschwerdebrief an die Behörde."

Musik einer Landschaft, Der Komponist Jean Sibelius
Anne Rose Katz in SĂŒddeutsche Zeitung, 1. Januar 1987
Seherischer Naturmystiker
"Auf drei Ebenen versucht Vera Botterbusch sich dem finnischen Komponisten Jean Sibelius zu nÀhern: rational durch biographische RealitÀt und landschaftliche Wirklichkeit; durch Kunst (als national-romantische Literatur, als jugendstilige Malerei und Musik als spÀtromantischen Impressionismus); und irrational durch Empfindsamkeit und psychische Transparenz. An den Höhepunkten ihres Films durchdringen sich diese ZustÀnde, bekommen magische Kraft und Weite ..."

Das Kalifornien der Poesie, Hans Christian Andersen in Schweden
 Dorothea Roth, SĂŒddeutsche Zeitung, 9.11. 1984
"... Vera Botterbusch ist dem reisenden Dichter mit kammermusikalisch komponierten Bildern auf der Spur ... "

Die Jagd nach dem GlĂŒck, Hommage Ă  Stendhal
Dorothea Roth in SĂŒddeutsche Zeitung, 22./23. Januar 1983
Ich und Welt
"... Die Autorin hat sich klug auf die Äußerungen im Werk beschrĂ€nkt, die im Zusammenhang mit Stendhals skeptischer Welthaltung stehen. Sie lĂ€sst den Schriftsteller in der Person Hartmut Recks selbst auftreten und macht angesichts seiner idyllischen Geburtsstadt Grenoble die Diskrepanz des empfindsamen und empfĂ€nglichen JĂŒnglings zu seiner bornierten Erziehung quĂ€lend deutlich. ... Der Film ist mit Pessimismus getrĂ€nkt, den erst recht unsere Zeit zu begreifen vermag."

Die Hebriden, AnnÀherung an eine Musik von Felix Mendelssohn-Bartholdy"
Dorothea Roth in SĂŒddeutsche Zeitung, 17.10.1980
Eine Landschaft wird Musik
"... Wie der Film, seine Optik allmĂ€hlich von Mendelssohns Musik ĂŒberflutet werden, die Schönheit der Bilder von den sanften, melancholisch-wuchtigen Sehnsuchtsmelodien dieses romantischen Tondichters eingeholt wird, bleibt als Ereignis zurĂŒck."

MĂŒnchner Abendzeitung, 20.10.1980, AZ SIEHT FERN:
"Einen interessanten Lösungsversuch der Problematik Musik im Fernsehen zeigte Vera Botterbusch in ihrem Film "Die Hebriden". Mendelssohns gleichnamige OuvertĂŒre und seine "Schottische Symphonie" bebilderte sie mit Landschaften, in denen 1829 bei einer Reise die Skizzen dazu entstanden waren. Die optische Umsetzung musikalischer Spannung und Entspannung gewinnt damit eine aussichtsreichere Perspektive als schlecht photographierte Symphonieorchester."